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Exposé

wohnen und arbeiten in einem einzigartigen Kulturdenkmal!!!

Straße: über Anbieter
Postleitzahl: 09116
Ort: Chemnitz
 
Kaufpreis: 1.250.000,00 €
Ca. Wohnfläche: 900,00 m2
Zimmer (gesamt): 25
 
ID-Nummer: 27202


Luftbild Südseite Detail Westseite Detail Detail Detail Detail Detail Detail Stühle Richard Riemerschmid Detail Treppenhalle

Objektbeschreibung

Die Villa Am FeldschlösschenAuf einem leicht nach Süden geneigten Plateau auf einer Anhöhe über der damaligen Feldschlösschen Brauerei (heute "Braustolz") lies sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts der damalige Direktor der Brauerei Paul Theodor Wagner ein Wohnhaus im Stil der Zeit bauen.Die Brauerei am Fuße des Kappler Hangs existierte seit etwa einem halbem Jahrhundert. 1889 war sie in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden, seit 1900 firmierte sie als Feldschlösschen- Brauerei Aktiengesellschaft zu Chem­nitz-Kappel. Mit dem Erwerb der Mehrheit des Aktienkapitals verband Paul Wagner die Forderung nach Verkauf eines größeren Areals Land des bisheri­gen Brauereigeländes an ihn zur Errichtung einer Villa für ihn als Direktor der Brauerei. Der Handel kam zustande. Den Planungsauftrag erhielt der mit der Familie Wagner befreundete Chemnitzer Architekt Wenzel Bürger (1869 - 1946). Bürger hatte sich zu diesem Zeitpunkt (1906) als Architekt der 1899 fertigge­stellten Jüdischen Synagoge auf dem Kaßberg bereits einen Namen gemacht. Auf dem damals ca. 15.000 qm großen Gelände entsteht nach den Plänen des Architekten 1907/1908 eine Villa, die nicht nur die Handschrift des Architek­ten erkennen lässt, sondern durchaus ausgeprägt auch das Naturell des Bau­herrn widerspiegeln dürfte. Ohnehin scheint die Fähigkeit, Vorstellungen des Auftraggebers feinfühlig aufzunehmen und realisieren zu können, den Archi­tekten Wenzel Bürger ausgezeichnet zu haben. Davon zeugen neben der Jüdischen Synagoge auch die weiteren Chemnitzer Bauten des Architekten (etwa das Geschäftshaus der „Chemnitzer Neuesten Nachrichten", die „Kammer der Technik" Annaberger Straße 24, die Villa Riemann - zuletzt „Hotel Hum­boldthöhe") sowie der imposante Bau der Sparkasse im österreichischen Kuf­stein, der trotz unverkennbarer Jugendstilprägung geschickt alpenländliche Elemente einbezieht.Der praktische Sinn des Brauereibesitzers ist durchgängig zu erkennen. Prunk­hafter Luxus, Verspieltheit, Schnörkel werden sorgsam vermieden zugunsten einer insgesamt durchgehaltenen - allerdings gediegenen - Schlichtheit. Allein der Variantenreichtum der Deckenstuckverzierungen liebt sich davon teil­weise etwas ab und mutet von daher an wie eine bewusst überlassene Spiel­wiese. Hier wechseln sich geometrischer Jugendstil mit einfachsten Grund­formen ab, fein durchgebildeter, floraler, in zarten Farben gehaltener Jugendstil mit Kassettendecken: kein Raum ist wie der andere.Die Villa ist ein Jugendstilgebäude, auch wenn in Details Übergänge der Stil­richtung en sichtbar sind. Türen und Wandtäfelung im Speisesaal weisen rei­che Holz-Ornamente des späten Gründerzeitstiles auf; einzelne Fensterbe­schläge, wohl später aus Geschmacksgründen ersetzt, sind dem Art deco zu­zurechnen.Die Villa „Am Feldschlösschen" ist als Jugendstilwohnhaus in der Region in­sofern ein einzigartiges Kulturdenkmal, weil sie vollständig erhalten ist. Das verdankt das Bauwerk nicht nur dem Umstand, dass beherzte Bewohner, Flücht­linge aus Schlesien, eine Brandbombe, die im 2. Weltkrieg im Treppenhaus einschlug, entschlossen nach draußen beförderten und das Feuer mit bereit­stehenden Sandsäcken und Wasser schnell löschten. In den folgenden Jahr­zehnten unterblieben nicht wieder gut zu machende Eingriffe in die Substanz des Hauses. Auch vieles, was als überholt oder nicht mehr brauchbar er­schien, wurde nicht vernichtet, sondern auf dem Dachboden gestapelt. So ist heute eine Heizkörperverkleidung aus Messing-Elementen nach Entwurf von Richard Riemerschmid erhalten. Alles dies geht Auch darauf zurück, dass nach Kriegsende bis Anfang der Neunzigerjahre ein Mitglied der Familie im Haus wohnen blieb. Paul Wagner selbst war bereits 1932 verstorben, seine Frau folg­te ihm 1944. Dennoch befand sich die Villa nach dem Ende der DDR aufgrund des jahr­zehntelangen Unterbleibens jeglicher nennenswerten Instandhaltungen in einem außerordentlich beklagenswerten Zustand. Gewissermaßen im letzten Moment, bevor nämlich durch Umnutzung der Charakter des Baudenkmals unwiederbringlich zerstört worden wäre, fand sich ein Käufer, der bereit war, die historische Nutzungsart beizubehalten. Es galt sodann, das Überkomme­ne zu erhalten, sorgsam und zurückhaltend das wenige Fehlende zu ergänzen, aber immer dar auf bedacht zu sein, die Gesamtkonzeption keinesfalls zu be­einträchtigen. Dass es heute nicht mehr möglich ist, Lebensart und Lebensstil des Brauerei­besitzers zu konservieren, wird man nicht bedauern dürfen. Tennisplatz, ei­gener Schiessstand und Pferdekoppel, auf dem damals deutlich größeren Hausgrundstück, passen nicht mehr in die heutige Zeit. Das Bedauern beschränkt sich daher darauf, dass die hauseigene Bierleitung von der Brauerei in das Bier­fass im Keller nicht mehr existiert. Dem Verständnis von einer „offenen Villa" entsprechend stehen Räume heute für Zusammenkünfte Chemnitzer Vereinigungen, insbesondere des ge­schichtlich-kulturellen Sektors, zur Verfügung.

Energiepass

nicht vorhanden

Weitere Informationen

Frau




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