Rasen nach dem heißen Sommer fit machen

Der extreme Sommer mit hohen Temperaturen schon seit Mai und dem wenigen Niederschlag hat der Natur schwer zugesetzt. Das merken insbesondere die Bauern, die empfindliche Missernten einfahren und ohne staatliche Hilfe um ihre Existenz bangen müssten. Auch der vorzeitig herbstlich anmutende Wald zeigt, dass die Hitze den Pflanzen heftig zugesetzt hat. Und wir sehen die Hitzeschäden natürlich auch in unseren eigenen Gärten, wo viele Sommerblüten längst vertrocknet sind und der Rasen braune Flecken hat bzw. bei manchen bereits komplett verbrannt ist. Wer seiner „Grünfläche“ wieder zu einem baldigen Wiederaufleben verhelfen will, kann mit dem bevorstehenden Herbst Maßnahmen ergreifen, damit spätestens im kommenden Frühjahr tatsächlich wieder mit saftigem Grün zu rechnen ist. Eine Reihe von Rasenpflegeprodukten und hilfreichen Gartenbewässerungssystemen sind dabei sinnvoll.

Vertrockneter Rasen war diesen Sommer fast unvermeidbar

Verbrannter Rasen und Gartenschlauch

Hier kommt der Schlauch wohl schon zu spät,…

Viele Gartenbesitzer mussten bereits im Frühsommer feststellen, dass ihr Rasen erste braune Stellen bekam. Wer dann jedoch anfing im Hauruck-Verfahren Rettungsmaßnahmen einzuleiten, sah sich davon meist enttäuscht. Denn selten gelingt es während eines Sommers wie dem diesjährigen einmal verbranntes Gras wieder zum Neuwachstum anregen zu können bzw. Neuaussaat zum Keimen zu bringen. Weshalb die beste Reaktion über heiße Sommermonate hinweg ist, sich darauf zu beschränken den Rasen ein- bis zweimal wöchentlich ordentlich zu wässern (d.h. langsam aber langanhaltend Wasser auf den Rasen rieseln zu lassen, am besten am Abend, wenn die Hitze schon leicht aus dem Boden gestiegen ist) und das Gras nicht zu häufig und vor allem nicht zu tief runter zu mähen. Für die Bewässerung gibt es eine ganze Reihe nützlicher Sprinkler, die die Dosierung und die Dauer der Bewässerung ideal regeln können. In diesen wasserarmen Zeiten sind zudem Regentonnen und -tanks hilfreich, die es mittlerweile in erfreulich vielen Formen und Farben gibt.

Beim Mähen wurde bereits auf die Höhe des Schnitts hingewiesen. In heißen Zeiten darf diese gut und gerne 8 cm betragen, also gute 2 bis 5 cm über der sonst empfohlenen Höhe liegen. Auf diese Weise schützen die längeren Halme die Graswurzel, weil sie durch ihre Länge schlicht mehr Schatten und Kühle für den Boden bieten. Beim Mähen also auch nicht zu sehr kürzen, weniger als 5 cm würden den Schatteneffekt zu sehr beeinträchtigen! Wichtig ist bei hohen Temperaturen auch, dass der Schnitt entfernt wird und nicht liegen bleibt. Auch wenn eine Decke aus Grasschnitt vermeintlich schattenspendend wirken würde, würde man dem Boden das „Atmen“ zusätzlich erschweren, denn im Sommer ist der Sauerstoffgehalt in der trockenen Erde sowieso schon reduziert. Zudem sollte auch das Mähen auf die Abendstunden verschoben werden, um ein sofortiges Verbrennen des kürzeren Rasens zu vermeiden.

Neustart: Nach dem Hochsommer systematisch den Rasen ausbessern

Rasensprenger

…der Rasensprenger kann’s besser!
Fotos: Pixabay

Die eigentliche Rasenreparatur sollte man erst nach den wirklich heißen Tagen beginnen. Allein schon der Bedarf an Wasser, den eine Reparatur im Hochsommer bedeuten würde, spricht ökologisch wie finanziell gegen ein früheres Eingreifen, ganz zu schweigen davon, dass eine Bodentemperatur über 20 Grad sowieso nicht für die Keimung neuer Grassamen geeignet ist. Vorbereitend für die Neuaussaat muss nun unbedingt das alte, vertrocknete Gras entfernt werden, um eine ausreichende Belüftung des Bodens zu ermöglichen. Danach ist die beste Grundlage geschaffen, um dem Boden neue Nährstoffe zu liefern, zum einen durch Ausstreuen von hochwertiger Rasenerde, zum anderen durch Düngung. Hier sollte man zu gutem Langzeitdünger greifen, mit dem man weniger Gefahr läuft zu überdüngen. Den so behandelten Boden sollte man nun wässern, das Saatgut ausstreuen, darüber wieder eine Schicht Rasenerde geben und nochmals großzügig wässern. In den kommenden Tagen und Wochen ist ebenfalls regelmäßig für Bewässerung zu sorgen und zudem sollte die neu angelegte Stelle nicht betreten werden, bis das frische Gras lückenlos nachgewachsen ist.

Wie auch in anderen Bereichen lohnt es sich beim Rasen sowohl bei Saatgut, Erde, Dünger und Bewässerungssystem auf Qualität und auf die für den jeweiligen Garten passenden Produkte (Schattenrasen, Zierrasen, Nutz-/Sportrasen) zu achten. Allround-Lösungen, wie sie oft preiswert in Discountern angeboten werden, sind oft von niedriger Güte, was sich dann auch spätestens das nächste Mal zeigt, wenn der Rasen durch Nässe, Kälte bzw. Trockenheit und Hitze unter Stress gerät. Eine gute Auswahl an hochwertigen Produkten findet man in gut sortierten Bauhäusern und Gartencentern. Toom bietet eine Auswahl hochwertiger Samen für jeden Bedarf.

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One comment

  • finn on 14. Juni 2019 at 14:17 said:

    Bis 5 cm beim Mähen habe ich begriffen, danke! Soll auch wegen dieser Hitze an die Bewässerung denken. Habe bei dem Nachbarn eine vollautomatische über den Zaun bemerkt, denn der Rasen bleibt trotz starker Hitze immer grün. Meinen persönlichen Dank für den Toll zu den Samen!

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